Iran: Neue Nuklearanlage in Betrieb

In Iran ist eine neue Urananreicherungsanlage in Betrieb genommen. In Teheran behauptet man nach wie vor, das Atomprogramm würde ausschließlich friedlichen Zwecken dienen. Dennoch gibt es genügend Gründe, diesen Beteuerungen nicht zu glauben.

Nuklearanlage im Bunker

Die IAEA hat am vergangenen Montag offiziell bestätigt, dass der neue Urananreicherungsbetrieb im iranischen Fordo mindestens seit einer Woche in Betrieb ist. IAEA-Experten haben das Werk, wo Uran auf 20 Prozent angereichert wird, bereits inspiziert.

Der Bau der 20 Kilometer nördlich vom schiitischen Heiligtum Qom gelegene Nuklearanlage war bereits vor vier Jahren angekündigt worden. Im Unterschied zum Forschungszentrum in Natans, das bisher als das wichtigste galt, befindet sich die Anlage in einem Bunker und ist deshalb gegen Luftangriffe gefeit.

Die Iraner machten auch kein Hehl daraus, dass sie ihre Urananreicherungszentrifugen aus Natans nach Qom aus Sicherheitsgründen verlagern. Damit demonstriert Teheran, dass sein Atomprogramm deutlich bessere Perspektiven als die der anderen Länder in der Region (darunter des Iraks und Syriens) hat. Atomobjekte in Syrien und im Irak waren früher von den israelischen Luftwaffen angegriffen worden.

In Tel Aviv wird der Entwicklungsstand der iranischen Atomenergie allerdings durchaus angemessen eingestuft. 2011 räumte eine Quelle im israelischen Verteidigungsministerium ein, dass Irans Atomprogramm schon längst eine Phase erreicht habe, in der gezielte Luftangriffe nicht mehr ausreichen, um es zu zerstören.

Das bedeutet, dass Irans Feinde keine andere Wahl haben als zuzuschauen, was im Hinterhof der iranischen Atomenergie vor sich geht, um sich wenigstens auf negative Folgen gefasst zu machen. Man muss sagen, dass dort viele merkwürdige Dinge passieren.

Irans „friedliches Uran“

Teherans Atomprogramm ähnelt einem Gang auf Messers Schneide. Die Iraner, die sich ständig internationale Inspektionen und Sanktionen gefallen lassen müssen und von militärischen Interventionen bedroht sind, müssen sich ihre Züge in diesem Schachspiel im Voraus überlegen.

Sie müssen sich so verhalten, dass die Weltgemeinschaft keinen Anlass zur Kritik erhält, gleichzeig aber an ihren eigenen Interessen festhalten. Dennoch ist Teheran in den letzten zwei Jahren ein riesiger Fortschritt im Atomenergie gelungen. Die Verlegung der Zentrifugen aus Natans nach Fordo ist nur die Folge dieser Entwicklung. Auch der Urananreicherungsgrad wächst ständig, egal was die IAEA samt der Weltgemeinschaft davon halten.

US-amerikanische Experten finden, dass Irans Atomprogramm nicht mehr für das um 3,5 Prozent angereicherte Uran geeignet sei, das für die Brennstoffsproduktion für Leichtwassereaktoren bestimmt sei.

„Die aktuelle Phase des Anreicherungsprogramms lässt sich am besten als Produktion von 19,75-prozentigem Uran bezeichnen“, heißt es in einem im September 2011 veröffentlichten Bericht des unabhängigen Militärforschungsinstituts ISIS.

Beobachter sind sich einig, dass Irans Uranvorräte weit höher liegen, als für den Forschungsmeiler TRR in Teheran benötigt wird.

Der Chef der iranischen Atomenergie-Organisation, Fereydoun Abbasi-Davani, hatte dies bereits im August 2011 eingeräumt. Dabei wird die Produktion des 20-prozentigen Urans ständig ausgebaut, das Werk in Fordo konzentriert sich ausgerechnet auf diese Substanz. Die jüngsten IAEA-Inspektionen bestätigen dies.

In Teheran begründete man das mit dem geplanten Bau von vier bzw. fünf Forschungsmeilern von zehn bzw. 20 Megawatt, für die dieser Kernbrennstoff erforderlich sei. Außerdem sollen weitere Forschungsprogramme umgesetzt werden.

Experten zweifeln an der Fähigkeit Irans zur selbständigen Umsetzung dieser ehrgeizigen Pläne. Früher hatten sie übrigens auch das Programm zum Bau von Leichtwasserreaktoren (Kapazität: 20 Gigawatt) infrage gestellt, mit dem Teheran den Ausbau der Produktion des 3,5-prozentigen Urans begründete.

USA halten sich noch zurück

Der US-Verteidigungsminister Leon Panetta sagte in einem Interview für den TV-Sender CBS, Irans Atomprogramm würde bislang keine Atomwaffenproduktion planen. Vielleicht stimmt das. Aber selbst die Tatsache, dass Teheran 20-prozentiges Uran herstellt, ruft große Besorgnisse hervor.

Denn wenn man Irans große Uranreserven und seine jüngsten Fortschritte in der Atomenergie bedenkt, muss man feststellen, dass die Anreicherung auf mehr als 90 Prozent relativ leicht erreichbar ist, was für den Bau von Atomwaffen ausreichen würde.

Experten warnen, dass Iran bereits Ende 2013 so viel angereichertes Uran produzieren könnte, dass es für den Bau von bis zu sechs Atombomben genügt.

Man muss sagen, dass die Situation um Teherans Atomprogramm zwiespältig ist: Angeblich verfolgt es friedliche Ziele. Andererseits aber entsteht dabei ein enormes militärisches Potenzial, für dessen Anwendung nur der politische Wille der Staatsführung erforderlich ist. Sie wird ihren Willen sicherlich zeigen, wenn sich die Weltgemeinschaft zu sehr in Irans innere Angelegenheiten einmischt.

Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von RIA Novosti übereinstimmen.

Quelle

Meine Meinung: Die von zionistischer Hand gesteuerten USA sollten normalerweise die ersten sein, die die Fresse halten müßten.

Und bezüglich Atombomben: Hiroshima? Nagasaki? USA – Maul halten.

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