Offener Brief an den unehrlichen Ban Ki-Moon

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, hat sich in den Libanon begeben, um eine eventuelle Aktion der NATO gegen Syrien vorzubereiten. Intensiv beschäftigt, gegen den Frieden zu konspirieren, den er verteidigen sollte, hat er vergessen, die durch Israel verursachten täglichen Verletzungen der libanesischen Souveränität zu studieren. In einem offenen Brief, von der libanesischen Presse veröffentlicht, richtet der arabische Denker Hassan Hamade eine Anfrage an Herrn Ban und seinen Vertreter H. Rød-Larsen, um daran zu erinnern, dass, weit von der Personifizierung der Grundsätze entfernt, sie Gauner sind, die der Korruption überführt wurden.

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Herr Generalsekretär,

Als ich Ihre Rede in Beirut über die absolute Notwendigkeit Reformen vorzunehmen hörte, „weil die Flammen der Freiheit aus Tunesien sich nicht mehr löschen werden“, habe ich sofort an eine schwedische Personalität gedacht, die berühmt ist für ihre Integrität, Klarheit und Glaubwürdigkeit in Sachen Reformen. Ich möchte von Frau Inga-Britt Ahlenius sprechen, die stellvertretender Generalsekretär der UNO war, Verantwortliche des United Nations Office of Internal Oversight Services (OIOS), des Büros, das auf das gute Funktionieren der Dienste dieses „großen Dings“ achtete, speziell auf dem Finanzbereich, und die unter Ihrer Autorität gearbeitet hat.

Sie dürften wissen, Herr Generalsekretär, dass Frau Ahlenius, deren Berufsablauf immer tadellos war, sei es in Schweden oder in der UNO-Verwaltung, einen fünfzig Seiten langen Bericht über den Stand der Organisation auf Finanzbereich, und über die Verwendung der öffentlichen Gelder im Haushalt der verschiedenen Abteilungen verfertigt hat.

Dieser Bericht weist auf Sie als hauptsächlicher Verantwortliche der, besonders unter Ihrer Führung entwickelten Finanzmissbräuche, hält Sie für den Mangel an Durchsicht verantwortlich und wagt, Sie direkt anzusprechen: „Sir, Ihre Aktion ist ohne jegliche Präzedenz (…), sie verdient mehr als eine Verurteilung.“

Mit der Vollmacht Ihrer Funktion versehen, Krieg gegen Korruption im Inneren der UNO zu führen und das gute Verhalten der Abteilungen zu überwachen, schreibt Frau Ahlenius, Gewissheit über Ihr Mitspiel in der finanziellen Unordnung zu haben, welche die Verwaltung überschwemmt, in welcher jegliche Durchsicht fehlt: „Ihre Aktion – sagt sie – mangelt an Durchsicht und gehorcht nicht den Regeln der Prüfung“, und sagt schließlich: „Es tut mir leid sagen zu müssen, dass das Generalsekretariat in eine Phase der Zersetzung gleitet, vollkommen absinkt, und ich würde selbst sagen, dass es nicht mehr gerettet werden kann“.

Sie haben diesem Bericht gegenüber mit totalem Schweigen reagiert, und trotz dieses Missachtens haben Sie jedoch die betreffenden Seiten auf der UN-offiziellen Website, 48 Stunden nach Veröffentlichung, herausnehmen lassen. [Voltaire Netzwerk hat das Dokument für Sie gefunden und kann unten aufgeladen werden]

Dass man von diesem Bericht überhaupt weiß, verdankt man einer Handvoll Journalisten, die ihn entdeckten, ohne jedoch ihm eine mediale Kampagne zu widmen und ohne Sie darüber zu befragen, aus Angst vielleicht, einen Vorgang auszulösen, der eine Studie über generelle Korruption, die im Inneren Ihrer Verwaltung wütet und zu Ungunsten der Interessen der Völker wirkt, herbeiführen könnte.

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Erinnern Sie Sich, Herr Generalsekretär, dass Frau Ahlenius, gerade nach ihrer Rückkehr aus ihrer Heimat und nach der gleichzeitigen Veröffentlichung des Berichtes im August 2010, der ihre 5 jährige Karriere gekrönt hat, Ihnen ein Buch in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Nialas Ekdal gewidmet hat?

In dieser Schrift, mit dem Titel M. Hasard, die Verschlechterung der UNO unter der Führung von Ban Ki-moon  [1], haben die Autoren eine Vielzahl von Ihren Missbräuchen aufgedeckt, die der UNO von nun ab die geringste lebenswichtige Glaubwürdigkeit entziehen.

Die Autoren bezeichnen Sie als inkompetent und korrupt, und bringen Ihre ganze berufliche Aktion in Verruf.

Herr Generalsekretär,

Dieses Buch, sowie auch der Bericht haben ihren Anteil an stillen Angriffen gehabt, und dazu geführt, sie vollkommen einer Veröffentlichung zu entziehen. Sie müssen die dunklen Kräfte kennen, die den Kampf gegen die von Frau Ahlenius verteidigte Wahrheit liefern. Es sind gerade jene, die sie beschützen, Herr Generalsekretär.

Wie wagen Sie von Reformen zu sprechen, Sie, der Sie ein Dieb sind?

Sie sind vielleicht nicht gewöhnt, solche direkte, harte aber auch wahre Kritiken zu erhalten, aber Sie werden Sich wohl daran gewöhnen müssen. Was die Moral angeht, sind Sie keineswegs befugt, irgendjemandem Lehren zu erteilen, was Reformen betrifft. Es wäre interessant, ihre Vorschläge in Sachen Reformen zu benützen um sie zuerst in der UNO anzuwenden. Der erst Schritt in diesem Sinne fordert, dass Sie von einer Untersuchungskommission befragt werden, welche Sie vor ein zuständiges Gericht stellen könnte. Die Welt braucht ein Nürnberg, um Korruptionsverbrechen zu verurteilen, sowie die Plünderung von den Gütern der Völker. Was denken Sie davon?

Die öffentlichen Güter, von denen Sie illegalerweise Gebrauch gemacht haben, laut Frau Ahlenius, gehören den Völkern der Welt, deren Regierungen Ihre Organisation und ihre Gehälter bezahlen, Ihr eigenes und das aller Angestellten der UNO.

Es wäre interessant nebenbei festzustellen, dass die Regierungen, die vorgeben, einen Block der Verweigerung gegen den Würgegriff der USA auf die UNO-Maschine zu bilden, und die Sie beschuldigen, in Washingtons Interesse zu handeln, jetzt verhindern, dass eine Untersuchungskommission, für die von Frau Ahlenius gegen Ihre Person vorgebrachten Anschuldigungen, gebildet wird! Da sind jetzt die Rollen verdreht, und jetzt sind es Sie, die die Lektionen für Reformen erteilen!

Herr Generalsekretär,

Einige Stunden vor Ihrer Ankunft in Beirut haben Sie uns versprochen, einen neuen Staatsanwalt für das Spezialgerichts für den Libanon (TSL) zu ernennen, an Stelle des Richters Daniel Bellemarre.

Sagen Sie uns doch, welche Art von Richter von jemand so umstrittenen wie Sie, ernannt werden könnte? Kann man Gerechtigkeit von Richtern erwarten, die akzeptieren könnten, von einer Person, die gerade mit der Hand im Sack vom Stellvertreter des Generalsekretärs ertappt wurde, ernannt zu werden?

Ist das, « der höchste Grad von Professionalismus und Durchsichtigkeit », der von Ex-Präsident Antonio Cassese versprochen wurde?

Herr Generalsekretär,

Im Namen welcher Weisheit haben Sie, über die von Frau Ahlenius formulierten Anschuldigungen geschwiegen? Ist es, weil Sie das Verschleudern fremden Geldes als „Ehrenverbrechen“ oder „politisches Verbrechen“ bezeichnen?

Oder ist es aus Angst, die Akte dem Blick der ganzen Welt zu öffnen?

Für einen UNO-Frühling

Stellen wir uns die Sachen umgekehrt vor, dass einige Länder die Bildung einer Untersuchungskommission verlangen und dass die Beweise ihres Mitspiels, sowie jene anderer Leiter der UNO bestätigt würden.

Wären wir nicht an der Schwelle einer Zeit, die man zu Recht « Frühling der Vereinten Nationen“ nennen könnte?

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Terje Rød-Larsen wurde zum Abtritt seiner Ministerfunktionen in Norwegen gezwungen, weil er seine Steuererklärungen gefälscht hatte und seit zehn Jahren keine Steuern mehr zahlte. Trotz der Kenntnis seiner Fälscherqualitäten bekam er in den Vereinten Nationen einen Posten.

Terje Rød-Larsen der Fälscher

Sehr geehrter Herr,

Es scheint als ob ihre Loyalität Ihren Beschützern gegenüber, sich an der Gegenwart an Ihrer Seite in Beirut von Ihrem Koordinator im Libanon, Herrn Terje Rød-Larsen manifestiert hat.

Letzterer weigert sich anzuerkennen, dass Israel, das er als seine zweite Heimat betrachtet, mehr als 10 000 flagrante Verstöße gegen die einschlägigen Resolution Ihrer UNO begangen hat, indem es die UNO-Resolutionen vor den Augen der ganzen Welt missachtete.

Herr Rød-Larsen begnügt sich von „Einfällen“ und nicht von „kriegerischen Aggressionen“ zu sprechen. Der Unterschied zwischen beiden ist wesentlich, da laut des Gerichtsspruches von Nürnberg der Angriffskrieg ein „höchstes internationales Verbrechen“ darstellt und daher seine Urheber Verfahren für Kriegsverbrechen vor der internationalen Justiz aussetzt.

Vielleicht kennen Sie nicht den Unterschied zwischen „Einfällen“ und „höchstem internationalen Verbrechen“, wie die libanesische Regierung und die permanente Delegation im Libanon der UNO?

Ihr Koordinator im Libanon, Herr Rød-Larsen, wird sie sicher kennen. Er vertuscht diese Tatsache, um jegliche Anspielung auf höchste internationale Verbrechen zu vermeiden, was sonst als Konsequenz die Verfolgung der israelischen Staats- und Regierungschefs für Kriegsverbrechen mit sich brächte, ohne von Rezidive zu sprechen, welche die verbrecherische Verantwortung erschweren würde. Und dies umso mehr, als die Zahl der „kriegerischen Aggressionen“ alle Rekorde der Kriegs Annalen geschlagen hat.

Ich begnüge mich damit, Herr Generalsekretär, und entschuldige mich, diesen Brief ohne Ihnen meinen tiefsten Respekt darzulegen, in der Hoffnung der Resultate einer ehrlichen Untersuchung der von Frau Ahlenius aufgedeckten Missstände. Ich bitte Frau Inga-Britt Ahlenius den Ausdruck meiner besonderen Hochachtung und meines tiefsten Respekts hinnehmen zu wollen.

Hassan Hamade

Quelle
As-Safir (Libanon)

beigefügte Dokumente

End_of_Assignment_Report_to_the_UN_SG_by_Inga-Britt_Ahlenius-4

Quelle

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