Griechenland: Zahlreiche Brände in Athen, Ausschreitungen eskalieren

Die Unruhen in Athen haben sich am Sonntagabend ausgeweitet. Zahlreiche Gebäude wurden in Brand gesetzt. In mehreren Vierteln gab es Straßenschlachten. Das Parlament berät zur Stunde die EU-Forderungen.

Der Protest gegen die Sparmaßnahmen hat in Athen weiter an Schärfe zugenommen. Zahlreiche historische Gebäude, Cafés und Kinos wurden in Brand gesetzt. Betroffen waren auch die historischen Kinos Apollo und Attikon. Auch das Asty, ein Untergrund-Kino, dass im Zweiten Weltkrieg von der Gestapo als Folterkammer verwendet worden war, ging in Flammen auf.

Im Parlament lief zu dieser Zeit die Debatte, bei der die Abgeordneten schließlich den  EU-Forderungen (hier) erwartungsgemäß zugestimmt haben (hier).

Die Proteste (hier) gegen das Sparprogramm der griechischen Regierung breiteten sich am Sonntagabend auf ganz Athen aus. Ein Korrespondent der BBC berichtete, dass die Beteiligung „überraschend groß“ sei.

Zahlreiche Gebäude – kleine Geschäfte, historische Gebäude, Cafés und Kinos – wurden von vermummten Gewalttätern in Brand gesetzt. Zuvor hatten Demonstranten Steine und Benzinbomben gegen die Polizei geworfen, die das Parlament abzuschirmen versuchte. Der Syntagma-Platz war in Nebel gehüllt, weil die Polizei massiv mit Tränengas gegen die Demonstranten vorging.

Aus verschiedenen Stadtteilen wurden Straßenschlachten von Protestierenden mit der Polizei gemeldet. Die Zeitung Kathimerini berichtet auch von zahlreichen Plünderungen. Die Niederlassungen von ausländischen Banken wurden ebenso angegriffen wie eine Starbucks-Filiale.

In Athen sollen etwa 80.000 Leute gegen die Regierung Papademos demonstriert haben, in Thessaloniki sollen etwa 20.000 Griechen auf die Straße gegangen sein. „Es reicht!“, sagte der 89-jährige prominente Linke Manolis Glezos beio einer Kundgebung: „Sie haben keine Ahnung, was die Erhebung des griechischen Volkes bedeutet. Und das griechische Volk hat sich erhoben, egal welcher Ideologie die einzelnen angehören mögen.“

Die Polizei gab an, dass es mehrere Verletzte gegeben haben soll. Lokale Medien berichten, dass 24 Leute in Krankenhäuser eingeliefert worden seien. Nach Angaben der Rettungsdienste sollen 80 Menschen verletzt worden sein.

Quelle

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