NASA steigt aus Mars-Missionen mit ESA aus

Die US-Weltraumbehörde NASA steigt aus Spargründen aus zwei geplanten gemeinsamen Mars-Missionen mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA aus. Das gab NASA-Chef Charles Bolden gestern bekannt. Grund für den Schritt sind demnach tiefe Einschnitte im Budgetplan 2013 der US-Behörde im Bereich der Planetenerforschung.

Das zweistufige Mars-Projekt „ExoMars“ unter Federführung der ESA sieht die Entsendung eines Orbiters 2016 vor, der in der Mars-Atmosphäre nach Methan suchen soll – dieses Gas könnte auf die Existenz von Mikroben auf der Oberfläche hindeuten. Die zweite Mission 2018 zielt auf die Landung eines Rovers auf dem Planeten ab: Er soll Gesteins- und Bodenproben zur späteren Beförderung auf die Erde sammeln.

Verschiebung innerhalb des NASA-Budgets

Insgesamt sieht der von US-Präsident Barack Obama vorgelegte Haushaltsentwurf für das am 1. Oktober beginnende Fiskaljahr 2013 17,7 Milliarden Dollar für die NASA vor. Damit liegt der Plan zwar nur um 59 Millionen Dollar unter dem laufenden Budget 2012, aber die Gewichtung der Ausgaben verschiebt sich in Richtung Raumfahrttechnologien und bemannter Missionen. So sieht der Obama-Entwurf, der noch vom Kongress gebilligt werden muss, Kürzungen bei der Planetenerforschung um gut 20 Prozent vor, während etwa 22 Prozent mehr für Technologien ausgegeben werden soll, wie etwa das Portal Space.com erläuterte.

Bolden selbst sagte: „Es gibt keinen Zweifel daran, dass harte Entscheidungen gefällt werden mussten.“ Aber er sprach insgesamt von einem „stabilen Budget, das es uns erlaubt, eine Reihe verschiedener Dinge zu verfolgen“.

Quelle

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