CIA-Chef erhält Bundesverdienstkreuz

Ein Jahr hat der heutige CIA-Chef David Petraeus die Afghanistan-Schutztruppe ISAF kommandiert. Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière meint, er hat dort die Wende herbeigeführt. Dafür hat der Ex-General aus den USA jetzt das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Der CDU-Verteidigungsminister nannte den 59-Jährigen eine herausragende militärische Führungspersönlichkeit, einen außergewöhnlichen Strategen und einen wahren Freund des deutschen Volkes, sagte de Maizière am Dienstagabend bei der Verleihung in Washington. „Ihr Name ist verbunden mit der Wende in Afghanistan nach einem zehnjährigen Einsatz.“

Petraeus erhielt das große Verdienstkreuz mit Stern, die vierthöchste von acht Stufen des Ordens. Der Amerikaner gehörte 37 Jahre lang den US-Streitkräften an, hatte 2007 und 2008 das Kommando im Irak und führte die Afghanistan-Schutztruppe von Juli 2010 bis Juli 2011. In diesem Zeitraum erreichte die ISAF mit rund 140.000 Soldaten ihre größte Stärke, bevor die USA in der zweiten Jahreshälfte 2011 den Abzug einleiteten. Im September vergangenen Jahres übergab Petraeus das ISAF-Kommando an US-General John Allen und übernahm die Führung des US-Auslandsgeheimdienstes CIA von Leon Panetta, der jetzt Verteidigungsminister ist.

„Niemals vergessen“

De Maizière bedankte sich bei Petraeus vor allem dafür, dass die USA die Bundeswehr-Truppen in Nordafghanistan bis heute mit Sanitäts-Helikoptern unterstützen. Dadurch seien Leben gerettet worden, sagte er: „Das werden wir niemals vergessen.“ Vor knapp zwei Jahren waren bereits 14 US-Soldaten mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr ausgezeichnet worden, weil sie nach Angriffen auf die Bundeswehr an der Bergung von Toten und Verletzten beteiligt waren.

De Maizière war am Dienstagnachmittag zu einem viertägigen Besuch in den USA eingetroffen. Am Mittwoch wollte er die Ausbildungszentren der deutschen Luftwaffe in Texas und New Mexico besuchen. Am Donnerstag kehrt er nach Washington zurück, um sich mit Verteidigungsminister Leon Panetta zu treffen. Einen Tag später endet die Visite des CDU-Politikers mit einer Grundsatzrede an der renommierten Harvard-Universität in Boston.

Quelle

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