Vizepremier Rogosin: Russland wird sich vor Nato-Raketen zuverlässig schützen

Die Luft- und Weltraumverteidigung Russlands wird laut Vizepremier Dmitri Rogosin einen zuverlässigen Schutz vor der Raketenbedrohung gewährleisten, die für Russland von den Nato-Ländern ausgeht.

In seinem Twitter-Mikroblog nahm er zu der Äußerung von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen Stellung, der zufolge die Allianz das Raketenabwehrsystem weiter entwickeln wird, weil die Führung der Allianz „große Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung vor der Raketengefahr empfindet“. „Wir empfinden ebenfalls unsere Verantwortung für den Schutz unserer Bevölkerung vor der Raketengefahr und werden eine zuverlässige Luft- und Weltraumverteidigung herstellen“, so Rogosin.

Der Vizepremier äußerte sein Bedauern darüber, dass bei der jüngsten Münchener Sicherheitskonferenz kein Kompromiss zum Problem des europäischen Raketenschilds erzielt werden konnte.

Die Nato hatte im November 2010 bei ihrem Gipfel in Lissabon beschlossen, ein Raketenabwehrsystem aufzubauen. Im Rahmen des Projektes sollen die Raketenabwehsysteme der europäischen Nato-Mitglieder sowie der USA vereint werden. Unter anderem sollen ein Radar in der Türkei, SM-3-Abfangraketen in Rumänien und Polen sowie US-Lenkwaffenschiffe in Spanien genutzt werden.

Im November 2010 einigten sich Russland und die Nato auf eine Kooperation bei der Raketenabwehr in Europa. Die Verhandlungen verliefen jedoch im Sand, weil die USA die Forderung Russlands abgelehnt haben, rechtsverbindlich zu garantieren, dass der entstehende Raketenschirm nicht Russlands Atomraketen zum Ziel hat.

Im November dieses Jahres gab Russlands Staatschef Dmitri Medwedew eine Reihe von militärischen Gegenmaßnahmen bekannt. Das Paket reicht von der Aufstellung neuer Angriffswaffen über die Modernisierung der Atomraketen bis zu einem möglichen Ausstieg aus den Abrüstungsverträgen.

Quelle

Die Vergangenheit des Literaturpapstes Marcel Reich-Ranicki

1. Der Völkermord von Kattowitz

Marceli Reich, der sich später Marcel Reich-Ranicki nannte, war von 1944-1950 als Hauptmann für den polnischen Geheimdienst UB (wie sowjetische GPU/ NKWD) tätig. Als Leiter der Operationsabteilung Kattowitz war er mit der Einrichtung von Lagern und Gefängnissen für willkürlich aufgegriffene Deutsche befasst. An die 80.000 Deutsche – zu 99,2 % Frauen, Kinder und Greise – kamen in diesen Lagern um. Nach erfolgreicher Erfüllung seiner Aufgaben ist Marcel Reich ungewöhnlich schnell in der Geheimdienst- Hierarchie aufgestiegen. In seiner Dokumentation „Der Eichmann von Kattowitz“ beschreibt Hennecke Kardel, ein überlebender Augenzeuge, die Aktivitäten Reichs.

Weitere jüdische Mitarbeiter des sowjetpolnischen Sicherheitsdienstes in Kattowitz waren Yurik Cholomski, Barek Eisenstein, Major Frydman, Jacobowitz, Mordechai Kac, Leon Kaliski, Mosche Kalmewicki, Hermann Klausner, Schmuel Kleinhaut, Josef Kluger, Heniek Kowalski, Adam »Krawecki«, Laudon, Leutnant Malkowski, Nachum »Salowicz«,Hauptmann Stilberg, Mosche Szajnwald, Vogel, Hela Wilder und Leo Zolkewicz. Eisenstein schätzte, daß 90 Prozent der jüdischen Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes sich polnische Namen zulegten.Einer von ihnen wurde sogar auf einem katholischen Friedhof beerdigt. Jözef Musial, 1990 stellvertretender Justizminister in Polen, sagte: »Ich rede nicht gern darüber«, aber in ganz Polen seien die meisten Offiziere des Staatssicherheitsdienstes Juden gewesen. Im Staatliche Sicherheitsdienst in Schlesien waren zwei- bis dreihundert Offiziere beschäftigte; drei Viertel davon wären Juden. Unter den jüdischen Kommandanten in Schlesien waren Major Frydman (Lager Beuthen), Jacobowitz in einem nicht identifizierten Lager, Schmuel Kleinhaut (Myslowitz), Efraim Lewin (Neisse), Schlomo Morel in Schwientochlowitz, Oppeln und Kattowitz und Lola Potok Ackerfeld (Gleiwitz). Czeslaw Geborski, der Kommandant von Lamsdorf, war vermutlich ein Katholik: er war der einzige nichtjüdische Kommandant.

2. Die Liquidierung von Exil-Polen (und Regimegegnern in Polen)

In den ersten Nachkriegsjahren 1948-1950 war Reich-Ranicki offiziell Chef des Generalkonsulats der Republik Polen in London. In Wirklichkeit war er als stellvertretender Abteilungsleiter der polnischen Auslandsspionage mit der Observierung der polnischen Exilregierung befaßt. Laut Krysstof Starzynski, seinem ehemaligen Unteragenten, befaßte sich Marcel Reich damit, die polnischen Exilanten in London zu infiltrieren und schwarze Listen nach Warschau zu schicken. Jeder auch nur winzige Hinweis auf eine Zusammenarbeit mit dem anti-stalinistischen Widerstand war für die Betroffenen tödlich. Nach Warschau zurückgekehrt, schrieb er literarisch verbrämte Lobeshymnen auf den Stalinismus. 1958 erhielt das Mitglied der KP, Marcel Reich-Ranicki, offiziell die Erlaubnis in die Bundesrepublik auszureisen. Dort kam er zu der Hamburger Wochenzeitung „Zeit“.

Quelle

Da is´ was faul im Staate Polen…

Der polnische Staatsanwalt Przybyl stellt sich Vorwürfen gegen ihn, es geht um das Kaczynski-Unglück. Dann bittet er um eine Pause. Ein Schuss ertönt – vor laufender Kamera.

Smolensk und kein Ende: Noch sind die Ermittlungen zum Flugzeugabsturz von 2010 nicht abgeschlossen, da schreckt ein dramatisches Ereignis Polens Öffentlichkeit auf. Am Montag gab Staatsanwalt Mikolaj Przybyl in Posen (Poznan) eine Pressekonferenz. Zum Abschluss versicherte er, das Wohl der Republik und die Ehre als Offizier und Staatsanwalt seien ihm immer das höchste Gut gewesen. In der Tat: Przybyl gilt als Kämpfer gegen organisierte Kriminalität, mehrfach ist seine Wohnung Ziel von Anschlägen gewesen.

Danach bat er die Journalisten, „für eine Pause“ sein Arbeitszimmer kurz zu verlassen. Eine Kamera lief jedoch weiter. So war im Fernsehen zwar nicht zu sehen, aber doch zu hören, wie Przybyl eine Pistole entsicherte und einen Schuss abgab. Wenig später fanden ihn die Journalisten in einer Blutlache. Er wurde mit einer Kopfverletzung in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand war am Montag stabil, wie es hieß.

Zwischen dem Absturz des polnischen Regierungsflugzeugs in Russland vor fast zwei Jahren und dem Ereignis vom Montag liegt eine Kette von Ereignissen. Nachdem damals Staatspräsident Lech Kaczynski und 95 weitere Passagiere ums Leben gekommen waren, hatten Ermittler der russischen ebenso wie der polnischen Militärstaatsanwaltschaft (zu der Oberst Przybyl gehört) ihre Arbeit aufgenommen.

Die anfangs bestehende Atmosphäre guter Zusammenarbeit trübte sich jedoch immer mehr ein. Zugleich gelangten aus Ermittlungskreisen immer wieder Informationen über das Verfahren an die Medien. In dieser Zeit, Ende 2010, erhielt Staatsanwalt Przybyl von seinen Vorgesetzten den Auftrag, zu klären, wer da Dienstgeheimnisse weitergebe. Er eröffnete ein weiteres Verfahren.

Am Ende bekamen zwei polnische Journalisten mit, dass bei den Betreibern ihrer Mobilfunknetze offenbar Anfragen nach ihren Verbindungsdaten vorlagen. Hatte Militärstaatsanwalt Przybyl diese womöglich widerrechtlich, ohne gerichtliche Verfügung, angefordert? Das behaupten die Journalisten.

Der Staatsanwalt dagegen nutzte seinen Auftritt zunächst zu seiner Verteidigung. Er habe in seinen Ermittlungen „das Recht nicht verletzt“, entsprechende Vorwürfe seien Lügen. Auch habe er mehrfach Generalstaatsanwalt Pawel Seremet persönlich über den Fortgang der Ermittlungen informiert.

Zum Ende seines Auftritts kritisierte Przybyl millionenschwere Korruption bei der Vergabe von Aufträgen des Verteidigungsministeriums. Seine, also die Militärstaatsanwalt, sei der „letzte Damm“ gegen solche kriminelle Praktiken. Die derzeit diskutierten Pläne, sie der zivilen Staatsanwalt einzugliedern, würden dem Staat Schaden zufügen. Weil diese Umstrukturierung geplant sei, habe man eine Kampagne gegen die Militärstaatsanwalt gestartet, und die Medien ließen sich dabei „instrumentalisieren“.

Wenige Stunden nach dem Selbstmordversuch trat der sichtlich schockierte Generalstaatsanwalt Seremet vor die Presse. Er kritisierte einiges an Przybyls Ermittlungen. Kurz darauf erwiderte der oberste Militärstaatsanwalt: Volle Solidarität mit Przybyl. Damit liegen nun auch die beiden Staatsanwaltschaften im Streit.

Dabei hatte die Woche anders verlaufen sollen: Der Generalstaatswalt hatte für Donnerstag Gespräche mit den Behörden in Moskau geplant. Die polnischen Ermittlungen in Sachen Smolensk-Absturz können nicht abgeschlossen werden, weil die russische Seite die Flugschreiber und das Flugzeugwrack selbst nicht herausgeben will.

Der Generalstaatswalt bestätigte am Montag, er werde wie geplant nach Moskau reisen. Zugleich untersucht eine Gruppe oppositioneller Parlamentarier unter Antoni Macierewicz den Absturz. Sie hält sich neben anderen auch die Hypothese eines Anschlags auf das Flugzeug offen.

Quelle

Hier das Video des Vorfalls:

Hier die Version von EuroNews:

Hieraus stellen sich doch einige Fragen:

Warum ließ man die Kamera weiterlaufen? Zufall oder doch Absicht?

Hat sich Herr Przybyl wirklich in den Kopf geschossen?

Wo ist die im Bericht erwähnte Blutlache?

Wieso stürmen die Journalisten zuerst zu ihren Kameras, anstatt dem Verletzten zu helfen?

Hier noch ein Schnappschuß aus dem EuroNews Bericht:

Sieht hier irgendjemand eine Blutlache oder Blutspritzer?

Irgendwie sieht das alles etwas gestellt aus, was meint ihr?